Was bedeutet Bildung in der heutigen Zeit?

In Zeiten der PISA-Studie und der Bologna-Erklärung ist das Thema Bildung wieder mehr in den Fokus gesellschaftlichen Interesses gerückt. Klar, denn deutsche Schülerinnen und Schüler haben in Vergleichstests im Gegensatz zu anderen Ländern extrem schlecht abgeschnitten. Wofür sich vorher niemand so richtig interessiert hat, ist nun Hauptanliegen zahlloser Schulreformen: Bildung so zu gestalten, dass sie auch wirklich „bildet“ – und zwar einen Menschen, der einerseits über Wisen verfügt, auf der anderen Seite auch damit umgehen kann.

Doch was ist denn Bildung überhaupt. Natürlich scheiden sich auch hier die Geister. Wer bei „Wer wird Millionär“ bis zur 500.000 Euro-Frage kommt, gilt als hochbegabt, wer in einer Diskussion bruchteilhaftes Wissen aus Wikipedia-Artikeln mehr schlecht als recht zitieren kann, wird als unglaublich intelligent bezeichnet.

Bildung heute, Foto: djohlen_flickr

Und dabei wird gerade in der PISA-Studie deutlich, dass bloßes Faktenwissen allein nicht reicht, nein,es fehlt vor allem an Basiskompetenzen wie Lesen und Rechnen. Zudem wurde auch das Sachwissen der Schüler als schlecht eingestuft. Doch was muss man denn eigentlich wissen, um gebildet zu sein? Muss man Latein sprechen und alle Muskeln des Körpers auswendig können?

Nein. Was wirklich wichtig ist, sind grundlegende Dinge: einfache mathematische Aufgaben lösen können, Prozentrechnung beispielsweise. Man muss lesen können, man muss vor allem auch sprechen können: eine fehlerfreie Beherrschung der Muttersprache sollte man von jedem Menschen erwarten können, der im vollen Besitz seiner geistigen Fähigkeiten ist.

Man muss wissen, was sich geschichtlich in Deutschland und der Welt zugetragen hat, nicht auf die Uhrzeit genau, aber Begriffe wie „Kalter Krieg“ oder „Monarchie“ sollten einem bekannt sein.

Was auch wichtig ist: ergänzendes Wissen, je nach Position und Beruf. So hat ein Arzt sich natürlich mit Krankheiten auszukennen, ein Architekt hingegen sollte etwas von Winkelmessung verstehen.

Zu guter Letzt bleibt dann noch das „persönliche“ Wissen: dabei handelt es sich um Dinge, die jeder Mensch von sich aus lernt und weiß, weil sie ihn ineressieren.

Beherzigt man diese 3 „Wissens-Schichten“, so hat man gute Chancen im Berufsleben und der Gesellschaft.

Was ist ein Studienkredit?

Studieren, Quelle: Jack Amick_flickr

Studienkredite werden in Deutschland nur für teure Privatstudiengänge vergeben. Für übliche Studenten sorgt das BAföG für den entsprechenden Lebensunterhalt wenn die Eltern des Studenten nicht in der Lage sind ihn zu unterstützen.

Für Studienkredite ist meist die KfW bekannt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau vergibt Darlehen um teure Studiengänge zu finanzieren. Das passiert ohne Bonitätsprüfung, aber auch nur wenn der Student das 31. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Hat man den Kredit angenommen können monatlich zwischen 100 und 650 Euro ausbezahlt werden. Nach dem Studium werden dem Studenten 23 Monate eingeräumt in denen er nichts zurück bezahlen muss. Danach hat er eine Tilgungsfrist von 25 Jahren, wobei die Beiträge individiduell festgelegt werden.

Ein solcher Studienkredit bringt den Vorteil mit sich dass jeder Privatstudent den Kredit unabhängig vom Einkommen seiner Eltern gewährleistet bekommt. Hierfür muss man nur Bürger der EU zwischen 18 und 30 Jahren sein und ein Vollstudium beginnen wollen. Es gibt auch die Möglichkeit den Kriedit nicht in Raten zurück zu zahlen sondern den gesamten Beitrag auf ein Mal.

Um eine Auszahlung zu bekommen ist es allerdings wichtig dass der Student Leistungsnachweise erbringt. Es müssen stets Immatrikulationsbescheinigungen und Semesterzeugnisse vorgelegt werden.

Wer sich für einen Studienkredit interessiert sollte auf jeden Fall bei der Hausbank nachfragen und dann Angebote untereinander vergleichen. Natürlich ist es immer eine große Belastung einen Kredit aufzunehmen, immerhin muss der auch eines Tages wieder zurück gezahlt werden. Trotzdem kann ein solcher Kredit überaus nützlich sein. Denn man bekommt das Geld dann wenn man es braucht und kann es zurück zahlen wenn man einen Job gefunden hat und selbst etwas verdient. So müssen auch Träume während des Studiums nicht unbedingt auf der Strecke bleiben sondern man kann sich dank kleinen Nebenverdiensten auch mal einen kleinen Urlaub gönnen.

Arbeitgeber darf Sprachkurs fordern

Sprachkurs, Quelle: SFU Public Affairs and Media Relations_flickr

Arbeitgeber dürfen bei unzulänglichen Deutschkenntnissen die Mitarbeiter auffordern einen Sprachkurs zu besuchen. Dies entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt in der letzten Woche.

Nachdem eine kroatische Reinigungskraft in Schleswig-Holstein von ihrem Arbeitgeber aufgefordert wurde in ihrer Freizeit einen Deutschkurs zu belegen und diesen selbst zu finanzieren, weigerte sich die Frau und erhielt darauf hin eine Abmahnung. Die empfand die Frau als diskriminierend gegenüber ihrer ethnischen Herkunft und klagte beim Bundesarbeitsgericht wegen Diskriminierung. 15.000 Euro Entschädigung forderte sie dafür. Über 3 Instanzen versuchte die Schwimmbadmitarbeiterin erfolglos ihr “Recht” einzuklagen, doch das BAG urteilte für den Arbeitgeber.

Im Gerichtsurteil begründete das BAG sein Urteil so, dass der Arbeitgeber das Recht hätte die Belegung eines Sprachkurses zu verlangen, wenn die Arbeitsanforderungen entsprechende Sprachkenntnisse erforderten. Im Fall der Kroatin, sei dies gegeben,da sie teilweise an der Kasse des Schwimmbades säße und so Kundenkontakt hätte, bei dem sie sich auf Deutsch verständigen können muss.

Ob der Arbeitgeber diesen Kurs jedoch bezahlen muss und eventuell sogar für diesen Zeitraum von der Arbeit freistellen muss, hinge vom jeweiligen Arbeits- und Tarifvertrag ab, so das Bundesarbeitsgericht.

Im Fall der Schwimmbarmitarbeiterin äußerte sich das BAG jedoch nicht konkret dazu, wer die Kosten bzw. den Freizeitausgleich zu tragen hätte. Eine Diskriminierung den Kurs aus eigenen finanziellen Mittel zu bestreiten sei die Aufforderung jedoch nicht.